CLAUDE.md ist im Grunde eine Bedienungsanleitung, die du Claude gibst.
Da steht drin, wie dein Projekt funktioniert, welche Regeln gelten – und was Claude auf keinen Fall tun soll.
Genau. Claude liest die Datei automatisch, sobald du im Projekt startest.
Es gibt sogar drei Ebenen: global in ~/.claude/, im Projektordner und pro Unterordner. /init schreibt dir eine erste Fassung.
Ein Skill bringt Claude bei, wie eine bestimmte Aufgabe richtig läuft.
Statt jedes Mal deinen ganzen Ablauf zu erklären, machst du daraus einen wiederverwendbaren Skill.
Sagen wir, du willst jede Woche denselben Auswertungsbericht.
Deine Anweisungen, dein Ablauf, deine Beispiele – daraus wird ein Skill, den du nur noch aufrufst.
Ziemlich genau. Ein Skill ist ein Ordner mit einer SKILL.md, dazu Skripte, Vorlagen und Referenzdateien.
Claude liest zuerst nur Name und Beschreibung – den Rest erst, wenn er ihn wirklich braucht. Aufrufen kannst du ihn auch selbst mit /skill-name.
Nicht ganz. Ein Skill ist eine Fähigkeit.
Ein Plugin ist eher ein Paket: Skills + Hooks + Subagents + MCP-Server + eigene Befehle in einem Rutsch. Installiert wird’s über einen Marktplatz mit /plugin.
MCP ist im Grunde die Art, wie Claude sich mit Dingen außerhalb von Claude verbindet.
Ein einheitlicher Stecker für fremde Programme und Dienste.
Claude verbindet sich selbst, holt sich die Information – und darf dort auch handeln, wenn du es erlaubst.
Mit /mcp siehst du, was gerade verbunden ist.
Hooks sind anders, weil nicht Claude entscheidet, ob sie passieren.
Sie laufen automatisch los, sobald ein bestimmtes Ereignis eintritt. Eingerichtet in settings.json oder über /hooks.
Ein Hook kann nach jeder Dateiänderung deinen Formatierer starten – oder Claude stoppen, bevor ein gefährlicher Befehl läuft.
Typische Ereignisse: PreToolUse, PostToolUse, UserPromptSubmit, SessionStart, Stop.
Das sind eigenständige Arbeiter, denen Claude klar umrissene Aufgaben geben kann – jeder mit eigenem Kontextfenster und eigenem Modell.
Einer recherchiert, einer prüft Code, einer testet. Danach berichten sie zurück an den Haupt-Claude. Angelegt werden sie als Dateien unter .claude/agents/ – oder Du lässt Claude das machen.
Der Schrägstrich ist das Kurzbefehl-Menü von Claude Code.
Es gibt eingebaute wie /clear und /compact – und Skills bringen eigene Befehle mit, die du selbst aufrufen kannst.
Auf den bezahlten Zugängen startet Claude Code inzwischen im Auto-Modus: Es arbeitet durch, und statt Dir schaut vor jeder Aktion ein zweites Modell drauf.
Umschalten kannst Du jederzeit mit Shift+Tab: Manuell fragt wieder vor jedem Eingriff, Plan schaut nur und legt Dir einen Vorschlag hin.
Vier Zeichen sparen die meiste Tipparbeit – und zwei Tasten sind der Notausgang.
Merk Dir vor allem Esc: Du musst nicht warten, bis Claude fertig ist. Anhalten, richtigstellen, weitermachen.
Das ist Claudes Arbeitsgedächtnis für das laufende Gespräch.
Deine Eingaben, Claudes Antworten, gelesene Dateien und Werkzeug-Ergebnisse belegen alle Platz darin.
… dann ist meist so viel zusammengekommen, dass nicht mehr alles gleichzeitig ins Arbeitsgedächtnis passt.
Claude Code fasst dann automatisch zusammen. Mit /context siehst du, was den Platz belegt, mit /clear fängst du sauber neu an.
Nein – Claude Code setzt automatisch Sicherungspunkte, bevor es Dateien ändert.
Zweimal Esc oder /rewind, und du spulst zurück: nur das Gespräch, nur die Dateien oder beides.
Ja – dafür gibt es das Gedächtnis: kleine Notizdateien, die Claude selbst schreibt und beim nächsten Start wieder liest.
Deine Vorlieben, Projektstände, wiederkehrende Entscheidungen. Anders als CLAUDE.md pflegt Claude das selbst.
Längst nicht mehr. Claude Code gibt’s als Terminal-Befehl, als Desktop-App, im Browser unter claude.ai/code und als Erweiterung für VS Code und JetBrains.
Dazu Agenten, die im Hintergrund oder in der Cloud weiterarbeiten, während du etwas anderes machst.
Ja. Die Claude-App für den Rechner hat drei Reiter: Chat ist das Gespräch, Cowork erledigt Büroarbeit, Code ist Claude Code mit Oberfläche.
Es gibt sie für Mac und Windows, für Linux als Beta.
Mehrere Sitzungen nebeneinander – jede in ihrer eigenen Git-Arbeitskopie. So kommen sie sich nicht in die Quere, auch wenn sie an derselben Stelle werkeln.
Dazu Editor, Terminal, Vorschau und die Durchsicht der Änderungen im selben Fenster. Losschicken kannst Du eine Sitzung sogar vom Handy.
Dafür ist /batch da: Claude durchdenkt den Umbau einmal und verteilt ihn dann auf viele Agenten, die gleichzeitig loslegen – jeder in einer eigenen Arbeitskopie.
Am Ende legt jeder seinen eigenen Änderungsvorschlag vor. Du siehst sie nebeneinander und nimmst sie einzeln an.
Dieselbe Technik wie Claude Code – nur in der ganz normalen Claude-App statt im Terminal, ohne Einrichten.
Du gibst Ordner frei, beschreibst das Ziel, und Claude arbeitet los: Tabellen mit echten Formeln, Präsentationen, fertige Dokumente.
Einen Ordner voller Belegfotos in eine Abrechnung verwandeln. Aus einem Stapel Notizen einen Bericht schreiben. Eine Ablage aufräumen. Dafür bedient es notfalls auch Chrome – klicken, tippen, Formulare ausfüllen.
Wie viel es allein entscheiden darf, legst Du fest.
Die Frage ist immer, wie weit Claude an Deine Sachen darf. Cowork bekommt einzelne Ordner, läuft abgeschottet und braucht keine Einrichtung.
Claude Code bekommt den ganzen Rechner. Nur hier kannst Du ihm eigene Werkzeuge beibringen – und nur hier läuft er weiter, wenn Du weg bist.
Dann legst Du eine Routine an: Auftrag, Projekt und Zugänge einmal gespeichert – danach läuft sie ohne Dich.
Und zwar in der Cloud. Dein Rechner darf ausgeschaltet sein. Angelegt wird sie mit /schedule, in der App oder im Browser.
Drei Dinge, einzeln oder in Kombination: ein Zeitplan, ein Aufruf von außen, oder ein Ereignis auf GitHub.
Der kürzeste Abstand ist eine Stunde. Einmalige Termine gehen auch – /schedule in zwei Wochen … Das Ganze ist noch im Vorschau-Stadium.
Dann nimm /loop. Der wiederholt einen Auftrag in der offenen Sitzung – auf Deinem Rechner, mit Deinen Dateien.
Lässt Du die Zeitangabe weg, sucht sich Claude den Abstand selbst: kurz, solange sich etwas tut, länger, wenn Ruhe ist. Esc beendet die Schleife.
Der Unterschied ist, wo es läuft. Die Schleife braucht Deine offene Sitzung und Deinen eingeschalteten Rechner – dafür sieht sie Deine Dateien.
Die Routine läuft in der Cloud, ohne Dich. Faustregel: Schleife für heute Nachmittag, Routine für jeden Montag.
Dann fang mit /design an. Claude legt Dir mehrere Entwürfe als Blätter auf eine Zeichenfläche – anklicken, verschieben, Text direkt ändern.
Stimmt die Richtung, gibst Du sie zurück an Claude Code, und dort wird sie gebaut. Steckt noch in der Erprobung.
Stand August 2026: Fable 5 ist das stärkste und für lange Läufe gebaut, Opus 5 nimmt die schweren Sachen, Sonnet 5 den Alltag, Haiku 4.5 das Schnelle und Günstige.
Umschalten mit /model. Mit /fast antwortet Opus schneller – es wird dabei nicht durch ein kleineres Modell ersetzt.
Ja, das ist die zweite Stellschraube neben dem Modell: /effort. Erst das Modell nach der Schwierigkeit wählen, dann den Aufwand nach der gewünschten Gründlichkeit.
Voreingestellt ist high. Runter heißt schneller und sparsamer, hoch heißt mehr Nachdenken, mehr Werkzeugaufrufe, längere Läufe.
Sag das Ziel, nicht die einzelnen Schritte – den Weg findet Claude selbst. Sag dazu, woran man merkt, dass es fertig ist.
Und gib den Zusammenhang mit: für wen das gedacht ist, wozu, und was auf keinen Fall passieren darf. Je klarer der Auftrag, desto weniger Runden.
Meistens ja – aber Claude kann sich auch überzeugend irren. Lass Dir zeigen, was es getan hat, statt es nur zu glauben.
Und was sich prüfen lässt, soll Claude gleich selbst prüfen: Tests laufen lassen, Zahlen nachrechnen, Quellen nennen.
Gute Frage – genau da liegt die Stolperfalle. Claude liest Webseiten, Mails, Tickets und fremden Quelltext. Nichts davon ist ein Auftrag von Dir.
Aufträge kommen von Dir, aus Deinen Projektregeln und aus dem, was Du erlaubst. Alles andere ist Material zum Lesen – deshalb sind die Berechtigungen keine Schikane.
Das freut mich zu hören.